Mittwoch, 24. Februar 2010

Kapitel 3: Der Roadtrip nach Melbourne

Nachdem wir 19 Tage und ein paar hundert Dollar in Mildura verschwendet hatten, ging es endlich fuer uns weiter in eine andere Stadt, wo wir es nochmal versuchen wollten. Unsere Hoffnungen waren gross, denn wir dachten uns, in Melbourne sollte es nicht allzu schwer fallen, einen Job zu finden, es ist immerhin die 2. groesste Stadt in Australien.
Unser Plan war, nach Sueden zu fahren und dann irgendwo um Warrnambool an die Kueste zu stossen, um dort dann ueber die populaere Great Ocean Road an der Kueste entlang Richtung Melbourne zu fahren.
Mit laut droehnender Partymusik ging es dann erstmal raus aus der Zivilisation und rein in die Natur. Das klingt jetzt allerdings spannender als es wirklich ist. Links und rechts sah man meistens nur endlose Felder oder Waelder und gerade aus immer nur die selbe staubige Strasse. Verkehr oder (lebende) Tiere gab es auch nicht. Das tat der Stimmung im Auto allerdings keinen Abbruch, denn es lief droehnende Partymusik, dank der fetten Boxen sehr ueberzeugend, und wenn Phillipp mal keine lust auf Autofahren hatte (wenn zB eine Zigarette gedreht werden musste), wurde halt der Tempomat eingeschaltet und Fabian lenkte vom Beifahrersitz.
So fuhren wir dann bis wir abends in einem kleinen Dorf ankamen, Hopetoun, wenn ich mich recht erinnere. Es war schon relativ dunkel und wir standen ploetzlich vor der schwierigen Aufgabe, Leute zu finden, denn wir wollten noch nach dem Weg zu einem See fragen, wo wir eigentlich campen wollten: Fabian und ich hatten uns dazu in Mildura ein 2-Mann-Zelt gekauft, 30 $ die sich noch auszahlen sollten, und Tristan und Philipp wollten im Auto schlafen. Irgendwann fanden wir tatsaechlich noch einen Laden, wo auch wirklich noch Leute waren, ein Glueckstreffer, wenn man sich ueberlegt, wie winzig der Ort war. Als wir dann durch eine Nebentuer reingingen, die Haupttuer war schon geschlossen, wurden wir zunaechst von einem ruppigen "What are you after!" begruesst - und die Dame machte auch erstmal keine Anstalten von dem Tisch im Laden aufzustehen und zur Theke zu gehen. Auch der Blick der beiden, bei ihr sass noch ein Mann, liess mich ploetzlich unwillkuerlich an einige Stephen King Buecher denken. Als wir dann nach dem Weg fragten (den sie uns nicht wirklich beschreiben konnte) und irgendwer noch eine Kleinigkeit kaufte, wurden wir ununterbrochen stumm von den Leuten im Laden angestarrt - ein tolles Gefuehl ;-).
Spaeter im Auto tauschten wir dann Storys von verrueckten, Macheten schwingenden Farmern aus, die bevorzugt in kleineren, dunklen Doerfern wohnen und Backpacker ueberfallen, die in Zelten schlafen.





Nachdem wir dann eine Weile durch die Gegend gefahren waren, fanden wir tatsaechlich einen See, aber einen anderen, als geplant. Egal, dieser See hatte einen Campingplatz in der Naehe, dessen Eingang wir sogar schon nach dem 3. Vorbeifahren fanden.
Nachdem wir in der Dunkelheit unser Zelt aufgeschlagen hatten, gingen wir erstmal duschen - was fuer eine Wohltat. Danach suchten wir uns einen Grill (quasi eine Metallplatte, die von unten mit Gas befeuert wird - solche BBQs stehen ueberall in Australien rum) und machten uns mit Tristans neuem Topf und meiner neuen Pfanne eine leckere Pasta. Nach dem Essen machten wir uns daran, die Benzinkosten zu senken, indem wir Ballast abwarfen; mit anderen Worten: der Goon (Billigwein) wurde angezapft.
Nach einem langen Abend legten wir uns dann schlafen, und versuchten nicht an die Menschen im Dorf zu denken, die sicher schon mit Fackeln und Mistgabeln auf der Suche nach uns waren.




Am naechsten Morgen, nach einer 2. ausgiebigen Dusche, packten wir dann schnell unseren Kram zusammen, und bevor auf dem kleinen Campingplatz was los war, waren wir auch schon wieder verschwunden - was soll man machen, wenn das Budget so klein ist, dass man es mit blossem Auge kaum erkennen kann...






Das naechste Ziel lag dann schon gleich um die Ecke: der Wyperfeld National Park (den Schaedel auf dem Foto oben links wollte Philipp uebrigens mitnehmen und vorne aufs Auto kleben, aber der war zu gut festgemacht :-) ), wo wir uns ein bisschen Wuestenstimmung erhofften. Was wir dann aber bekamen, als wir dort den "desert walk" machten, war 1 1/2 std Marschieren durch die Langeweile. Die ersten 10 min waren noch ok, aber dann wussten wir, wie staubige und karge Eukalyptusbaeume aussehen. Tiere gabs auch keine zu sehen, die hatten wahrscheinlich auch keinen Bock auf diese Einoede.
Als wir dann also endlich wieder zum Auto zurueckkamen, verriet uns ein Blick auf die Landkarte, dass wir unseren Plan mit gut 2 Tagen vergessen konnten. Insgesamt wuerden wohl eher 4 daraus, wir wollten ja nicht hetzen.
Der naechste Zwischenstop war dann der "Pink Lake", an dem wir auch erstmal versehentlich vorbei fuhren. Nach gut 5 km mussten wir also mitten auf der Strasse wenden und nochmal zurueck fahren, gut dass da kaum einer unterwegs war.
Der Pink Lake stellte sich dann als ein ausgetrockneter Salzsee heraus, der eine Rosa/Lila Faerbung hatte - Philipp mit seinem gelben T-Shirt und seiner Pinken Sonnenbrille passte da perfekt rein ;-).
Nachdem wir ein bisschen mit unseren Kameras herumgespielt hatten, wobei auch das wunderschoene Foto von Fabian und mir entstand, stiegen wir ins Auto zurueck und setzten unseren Weg ueber die nahezu menschenleere und schier endlose Strasse fort.

Als wir dann irgendwann an einem Kaenguruhschild vorbei kamen, mussten wir beweisen, dass wir gute Touristen waren, und machten ein paar Pflichtfotos:


















Danach fuhren wir eine Weile durch den Little Desert National Park, der aber nicht weiter spannend war - abgesehen von der ersten Schlange die ich in Australien sah, aber die war leider tot. In Gymbowen wollten wir dann abbiegen und ihr koennt euch nicht vorstellen, dass das in einem Dorf von geschaetzt 20 Einwohnern ein Problem werden koennte, aber so war es. Weil ploetzlich ein paar Strassen zu viel da waren und es keine hilfreichen Schilder gab, wollten wir Einwohner nach dem Weg fragen. Dass wir keinen Menschen fanden wundert mich nicht, schaut euch die Stadthalle an und ihr wisst, wovon ich rede!
Aber nach ein bisschen Hin-und-her-fahren fanden wir den Weg dann aber auch so, so konnten wir unser naechstes Etappenziel anpeilen: den Grampians National Park.





Der Grampians National Park ist eine ziemlich bergige Angelegenheit, allerdings beginnt die Landschaft nicht mit ein paar Huegeln, die dann hoeher werden - irgendwann stehen ploetzlich einfach gigantische Felsen in der Landschaft rum, die dann haeufiger werden, bis sie eine Art Gebirge bilden. Den ersten Fels mussten wir auch gleich besteigen und wurden mit einer unglaublichen Aussicht belohnt!
Als wir dann weiter fuhren, wurde die Landschaft immer gruener und wir konnten langsam erkennen, dass wir so langsam dem Regenwald etwas naeher kamen. Unsere naechste Unterkunft fanden wir dann in Halls Gap, einem Dorf mit 281 Einwohnern, aber 6000 Schlafplaetzen, sehr touristisch also. Dort gab es einen Campingplatz, wo wir schlafen wollten, allerdings war die einzige Auffahrt durch eine Schranke abgesperrt. Neben dem Platz gab es aber einen kostenlosen Parkplatz, wo auch schon ein paar andere Backpacker ihre Autos zum Uebernachten geparkt hatten, also stellten wir uns gleich dazu. Mit dem Zelt gingen Fabian und ich dann spaeter auf den Campingplatz und suchten uns einen Platz, der fuer diese Nacht frei geblieben war.
Bevor wir schlafen gingen, suchten wir uns noch von verschiedenen Feuerstellen uebrig gebliebenes Holz zusammen und machten uns etwas zu Essen. Dabei trafen wir ein paar Hippies (einer stellte sich als "Moondog Spock - Auuuuuuu" vor) die uns auch noch den Tuercode von den Duschen verrieten.
Am naechsten Morgen (nachdem ein paar Wallabies an unser Zelt geklopft hatten) ging es nach einer kurzen Dusche in aller Fruehe weiter, unser Zeitplan war relativ knapp bemessen.
Es ging also weiter zum Grampians National Park, durch den wir wandern wollten. Dort war es schon ziemlich gruen, vor allem aber sehr felsig und steil. Als wir irgendwann langsam schlapp machten, waren wir dankbar ueber unseren Oberfeldwebel Tristan, der es schaffte, uns jedes Mal, wenn uns die Puste ausging, nachdruecklich zum Weitergehen zu ermuntern. Das war der Grund, warum wir nur einen halben Tag brauchten, bis wir alles Sehenswerte gesehen hatte, was es so in den Grampians gab.

Hier mal ein paar Bilder:
































Am Abend kamen wir dann in Warrnambool an, in der Naehe, wo ungefaehr die Great Ocean Road anfaengt. Ein paar Km weiter fanden wir dann einen Campingplatz, auf dem wir uebernachteten. Fabian und ich schliefen dort im Fernsehraum, weil es da Sofas gab, das war bequemer, als im Zelt mangels Isomatte direkt auf dem Boden. Das einzige Problem ergab sich, als am naechsten Morgen (wir waren gerade erst aufgewacht und hatten nichtmal unsere Schlafsaecke richtig verstecken koennen) eine Frau in den Raum kam und fernsehen wollte. Als der Fernseher nicht anging, fragte sie uns, ob der ueberhaupt funktionierte, woraufhin wir traurig guckten und den Kopf schuettelten, als ob wir es selber gerade erst versucht haetten. Als sie wieder ging, packten wir schnell unsere Sachen und verstauten sie im Auto. Kurz danach fuhren wir weiter: Die Graet Ocean Road stand auf dem Plan!



Die Great Ocean Road stellten wir uns erst so vor, dass wir an etlichen Straenden vorbei fuhren, wo natuerlich ueberall fette Parties im Gange waren, sodass wir nur von Party zu Party fuhren und uns zwischendurch in die Sonne legten, oder ins Wasser gingen (Philipp trug keinen unwesentlichen Beitrag zu dieser Vorstellung bei). Ueberraschenderweise war der erste Strand an dem wir ankamen menschenleer. Diese Ungestoertheit nutzten wir aber gleich geschickt, um uns bei wunderschoener Aussicht Fruehstueck zu machen - es bestand im Wesentlichen aus gebackenen Bohnen oder Spaghetti aus der Dose: ein perfekter Start in den Tag!
Als wir dann weiterfuhren, stellten wir unfreiwillig fest, dass es weniger Straende als erwartet gab (zu grossen Teilen schlaengelte sich die Strasse auch durch Waelder, anstatt nur an der Kueste zu liegen) und Parties fanden auch leider keine statt.
Frueher als erwartet kamen wir dann an den 12 Aposteln vorbei (von denen nur noch 8 stehen - und das wohl auch nicht mehr besonders lange), wo wir auch gleich einen laengeren Stop einlegten, um uns ein wenig wie Touristen zu benehmen.
Den Rummel um die Apostel kann ich allerdings verstehen, denn beeindruckend sind die Felsen schon und vor allem sehen sie genau so aus, wie auf den Fotos. Ich hatte schon fast das Gefuehl, dort schon gewesen zu sein ;-).
Nach den 12 (8) Apostels war unser naechstes Ziel ein Wald mit Riesenbaeumen, durch deren Kronen man in schwindelerregender Hoehe ueber Stege von Baum zu Baum spazieren konnte. In erster Linie waren fuer uns aber die Preise dafuer schwindelerregend, also mussten wir leider ohne Riesenbaeume weiterfahren.
Die Strasse machte etwas spaeter dann einen Schlenker von der Kueste weg und wir wurden in einen Regenwald gefuehrt, der seinem Namen alle Ehre machte, indem er uns den ersten Regen seit etwa einem Monat bescherte (naja, einmal hatte es auch in Mildura geregnet und das heftig, aber da die ganzen uebrigen Tage waren so extrem trocken waren, kann man sagen, dass statistisch gesehen ein einwandfreier Sommer vorlag). Als wir aber mal eine Nebenstrasse entlangfuhren (ich durfte uebrigens fahren - der Linksverkehr ist nur halb so wild) wurden wir dafuer von dem Anblick von ca 7 Koalas belohnt, die ueber der Strasse hingen und schliefen, nichts taten, oder sich von ersterem erholten (den einen taufte ich Gilly).
Als wir weiter durch den Regenwald fuhren, hielten wir noch an ein paar Wasserfaellen, die nur ueber einen langen Wanderweg zu erreichen waren - aber da hatten wir uns ja mittlerweile dran gewoehnt.
Um doch noch etwas Strandfeeling zu haben, legten wir uns an den Strand von Lorne (wenn ich mich richtig erinnere, aber tut ja eh kaum was zur Sache, wichtig ist: Strand), der zwar direkt an der Stadt lag und besonders warm war es auch nicht, aber wir nahmen unsere Pflicht, waehrend der Great Ocean Road am Strand zu liegen, sehr ernst.
Am spaeten Nachmittag, wir hatten etwa 2 std dort gelegen/geschlafen, nahmen wir unsere letzte Etappe in Angriff: Melbourne.
Wir fuhren also noch ein paar Stunden, bis wir abends nach Einbruch der Dunkelheit unser Ziel erreichten.
Nach 19 Tagen Wueste und 4 Tagen Wildnis hatte uns die Grossstadt wieder.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Kapitel 2: Die Flucht aus Mildura

Als das mit dem Geld nicht so klappte, wie wir uns das vorgestellt hatten, fingen Fabian und ich an, uns Gedanken ueber unsere Weiterreise zu machen. Eigentlich wollten wir in eine andere Wuestenstadt fahren, wo das Fruitpicken besser bezahlt ist; das Problem an Mildura war einfach, dass es im Lonely Planet steht, daher sind dort mehr Backpacker, als gut bezahlte Arbeitsstellen. Das erste Ziel ueber das wir nachdachten war Condobolin, weil ich da dank Fridtjof immerhin schon ein paar Kontakte hatte (danke nochmal, dass du dir die Muehe gemacht hast ;) ), aber wir mussten schnell erkennen, dass wir dazu wohl ein Auto braeuchten. Nicht nur um dort hin zu kommen, bei den Preisen von Bus und Bahn wurde uns erst einmal schlecht, sondern auch, um die abgelegenen Farmen zu erreichen.
Da wir das aber nicht so schnell aufgeben wollten, liefen wir also kurzentschlossen zu einem Autohaendler, um uns einen Ueberblick zu verschaffen (Fabians Traum, mit einem Quad durch Australien zu fahren, platzte leider bei dem Besuch eines solchen Haendlers ;-) ).
Der erste Haendler sagte uns, dass in unserer Preisklasse (unter 2.000$) kaum was zu finden sei, aber es gab da eine Frau, die sich bei ihm ein Auto gekauft hatte und ihres schnell los werden wollte, es sollte blos 1.200$ kosten. Nach langem Hin und Her war uns das aber doch zu riskant, weil wir nicht unser komplettes letztes Geld in ein Auto stecken wollten, von dem wir nichtmal wussten, ob das fuer lange Routen ueberhaupt noch taugte.
Durch unsere Ueberlegungen, wurde Philipp die Partymaus auf das Auto aufmerksam, da er noch eins fuer seinen geplanten Roadtrip brauchte. Also fing er an, intensiv Autos zu vergleichen, wobei Attachments wie Spoiler oder iPod Adapter eine sehr wichtige Rolle spielten. Letztlich kaufte er aber tatsaechlich das Auto dieser Frau, da dort gerade die Registrierung erneuert, und das Auto eben ueber den TÜV gekommen war (und noch viel wichtiger: die Boxen hatten einen fetten Bass).

Weil Phil vorhatte, nach Melbourne zu fahren und dabei die Great Ocean Road und ein paar National Parks mitzunehmen, beschlossen Fabian und ich mit ihm und Tristan Mildura Richtung Melbourne zu verlassen.
Bis das Auto dann wirklich da war vergingen noch 2-3 Tage, in denen wir uns auf den bevorstehenden Roadtrip vorbereiten konnten, Phil besorgte uns sogar ein Maskottchen: einen Kunstoffhund mit qualmender Kippe im Maul.

Am Montag Morgen gingen Phil und Tristan dann los, um das Auto abzuholen und die letzten Dinge zu regeln, wahrend Fabian und ich uns bei der Touristeninformation Karten der Umgebung geben liessen. Irgendwann gegen Nachmittag wurden wir dann doch nervoes, weil sich Phil gar nicht meldete, aber irgendwann hoerten wir dann wildes Gehupe aus dem Hinterhof und da war klar: unser Trip konnte endlich beginnen!

Wir luden also schnell unsere 4 grossen Rucksaecke in den Kofferaum (da passte doch mehr rein, als es erst ausgesehen hatte) und verabschiedeten uns noch von den anderen. Dann ging es mit Vollgas Richtung Sueden (eigentlich erstmal in den naechsten Coles und danach nochmal zurueck, weil wir was vergessen hatten, aber das klingt nicht so gut).







Bevor ich aber Mildura ganz verlasse, hier nochmal eine kurze Zusamenfassung:















Aussentemperatur Nachts: angenehme 39Grad














Ein Mysterioeser Fleck an meinem Arm blieb immer sauber.












Willem, Fabian, Andrej und Tristan











Zwischenzeitlich suchte uns mal ein Sandsturm heim.











Milduras immerblauer Himmel - hier mal mit extem starker Bewoelkung ;-)























So, ich hoffe, die Bilder werden bei allen richtig angezeigt, der Bearbeitungsmodus hat mich halb in den Wahnsinn getrieben ;-)

Fortsetzung folgt

Sonntag, 7. Februar 2010

Jetzt kommt nochmal was

Nach einer kurzen kreativen Pause gehts weiter in meinem Blog ;-)
Inzwischen ist mal wieder so einiges passiert und ich bin mehr oder weniger freiwillig etwas in Australien rumgekommen. Aber von vorne:
Wie gesagt haben Fabian und ich kurz nach Silvester den Greyhound Bus nach Mildura gebucht, um uns die Zeit mit ein wenig Fruitpicking zu vertreiben. Am 5. Januar gings dann also morgens ab zum Hauptbahnhof, wo wir vom Bus aufgelesen werden sollten. Puenktlich zur angegebenen Zeit kam dann auch ein grosser roter Reisebus vorgefahren und sammelte alle Leute auf, die Richtung Canberra wollten; "Warum zur Hoelle sollte man nach Canberra wollen?", oder zumindest mit aehnlichen Worten begruesste uns der Busfahrer. Da freuten wir uns doch schon gleich viel mehr auf unseren 5-stuendigen Stop in der Hauptstadt Australiens ;-). Als dann alle Koffer, Taschen und Rucksaecke verstaut waren, ging es puenktlich los in Richtung Mildura.
Die Fahrt selber wurde recht schnell langweilig: anfangs kann man zwar schoen beobachten, wie sich die Landschaft aendert, aber irgendwann hoerte das auf und man sah stundenlang nur noch die selben staubigen Strassen und trockenen Waelder. Naja irgendwann kamen wir dann aber in Canberra an und auf den ersten Blick sah die Stadt wirklich so langweilig aus, wie alle immer behauptet hatten. Aber wir beschlossen der Stadt eine Chance zu geben, wir hatten ja eh genug Zeit, uns einmal umzusehen. Am Schalter in der Busstation dann aber die erste Ernuechterung: Da es der Regierungssitz von Australien war, herrschte ein gesundes Mass an Paranoia, was fuer uns bedeutete, dass wir die Rucksaecke nirgendwo stehen lassen durften - Backpacker sind halt dafuer beruechtigt, grosse Bomben mit sich zu fuehren und in Staedten wie Canberra zu zuenden...
Also gingen wir dann im Schildkroeten-Look (ein grosser Rucksack hinten und ein kleinerer vorne) wieder nach draussen und begannen einen Stadtrundlauf mit 15-20 Kilo Gepaeck auf den Schultern. Als wir in der Innenstadt ankamen staunten wir nicht schlecht: es waren kaum Leute unterwegs, viele Geschaefte waren zu und wir konnten nichtmal einen McDonalds finden (ich rede immernoch von der Hauptstadt eines Landes, das fast so gross ist, wie Europa). Irgendwann fanden wir ein Einkaufszentrum, wo wir einen teuren Kebap bestellten und noch etwas relaxten. Weil wir nichts zu tun hatten, gingen wir noch in den halb vertrockneten Stadtpark und sassen dort eine Weile rum. Als wir fertig waren, ging es wieder zurueck zur Busstation, wo wir nochmal etwas warteten, bis irgendwann gegen Abend der naechste Greyhound kam, um uns abzuholen. Alles in allem bin ich froh, mal die Hauptstadt von Australien gesehen zu haben, aber eine Stunde Stop haetten da vollkommen gereicht ;-)

Also weiter im Text: es folgte eine 2. eher ereignislose Fahrt, und auch die Umgebung wurde immer trockener und trostloser. Irgendwann frueh am naechsten Morgen hielten wir dann mal an einer Tankstelle an, wo wir Pause machten. Draussen packte ich dann meinen Toast aus und begann, zitternd vor Kaelte meinen Kampf mit den Fliegen um mein Essen. Nach dieser kurzen Pause ging es dann weiter und ein paar Zwischenstopps spaeter standen wir dann auch schon vor dem Informationscenter von Mildura. Begruesst wurden wir von einem endlos blauen Himmel, ein paar Palmen und vertrockneten Rasenflaechen, da, wo die Rasensprenger nicht funktionierten. Zur ersten Orientierung gings dann erstmal in die Info, wo wir uns eine Karte geben liessen, auf der die Hostels eingezeichnet waren. Die Orientierung fiel nicht allzuschwer, denn die Stadt ist in Schachbrettmustern aufgebaut. Dabei sind die Querstrassen durchnummeriert und die Laengsstrassen nach Fruechten benannt: das Hostel in dem wir spaeter einzogen war zB in der Lemon Ave, in der Naehe der 8th St.
Mit dem Hostel hatten wir uebrigens echt Glueck, denn es war mit 20$ pro Nacht noch relativ billig und die Raeume waren sauber, es gab eine funktionierende Klimaanlage (die manchmal allerdings versuchte, Winterstimmung aufkommen zu lassen, aber es gab ja dicke Wolldecken ;-) ) und der Manager war, zumindest aus meiner Perspektive, sehr umgaenglich.
Erstmal war aber an der Rezeption ueberhaupt niemand. Zu unserem Glueck war aber gerade der etwas verrueckt aussehende Cleaner da, der direkt Wally, den Manager anrief und uns einen Raum aufschloss, in dem wir unser Gepaeck lagern konnten, bis wir einchecken konnten. In der Zwischenzeit hatten wir schonmal die Gelegenheit uns mit ein paar Bewohnern zu unterhalten, die auch gleich sehr sympatisch wirkten. Als wir dann aber erzaehlten, dass wir vorhatten, uns selbst um Jobs zu kuemmern (es ist ja eigentlich alles besser bezahlt, oder zumindest angenehmer als Fruitpicking), wurden wir sehr schraeg angesehen, als haetten wir gerade erzaehlt, dass nackt auf dem Skateboard durch die Innenstadt zu fahren das groesste sei.
Dazu muss ich kurz erwaehnen, dass das Hostel ein sogenanntes Workinghostel ist. Sprich: der Manager bekommt staendig Angebote von Arbeitgebern (Farmern), die er dann unter den Einwohnern in seinem Hostel aufteilt. Das klingt erstmal ganz gut, aber meistens muss man recht lange warten, um etwas zu bekommen, und wenn man dann ein Angebot bekommt, ist der erste Arbeitstag "zufaellig" am Sonntag, einen Tag nachdem man wieder die Miete fuer eine Woche verlaengern muss. Und da wir nicht vorhatten, in Mildura stecken zu bleiben (die Jobs werde haeufig so verteilt, dass das Geld gerade fuer Miete und Essen reicht), nahmen wir das eben selbst in die Hand.
Nach dem Check-In zogen wir also los, um uns nach moeglichen Jobs in Mildura umzuschauen. Wir waren ein paar Stunden unterwegs und liefen bei etwa 40 Grad geschaetzte 20 km (mit Googlemaps ueberschlagen) und hatten bereits ein paar Moeglichkeiten fuer Bewerbungen ausgemacht. Begleitet wurden wir von Andrejs (Fabian hatte ihn in Sydney kennen gelernt und Andrej hatte kurzerhand entschlossen, nach Mildura nachzureisen) staendigen Anrufen, ob wir denn schon einen Job haetten und was wir als naechstes vor hatten.
Am naechsten Tag bekamen wir dann endlich Gesellschaft in unserem Zimmer: Willem, der Hollaender mit den goldenen Locken und dem (fast) nie endenden Enthusiasmus, ausserdem noch eine Englaenderin, aber die bekamen wir kaum zu Gesicht, denn eigentlich schlief sie nur in fremden Betten.

2 Tage spaeter kam Anrej dann ebenfalls mit dem Greyhound an und brachte noch einen Schotten mit, der sich als Buddy (so verstanden wir ihn jedenfalls) vorstellte. "Buddy" machte einen etwas gruseligen Eindruck mit seinem knallroten Gesicht, den schlaefrigen Augen und dem Geruch von Schweiss und Alkohol. Dazu machte er auch keinen besonders freundlichen Eindruck, im Gegensatz zu Andrej, der zwar orientierungslos war, aber gleich sehr offen und sympatisch wirkte.
Als die beiden dann erstmal unter der Dusche waren, wurde "Buddy" gleich von Fabian "Body Odor" getauft. Spaeter gingen wir (Andrej, Body Odor, Willem, Fabian und Ich) dann zum Harvest Centre, eine Art Arbeitsamt, wo wir die ausgefuellten Formulare abgaben, die wir an unserem ersten Tag bekommen hatten. Fuer Will, Fabian und mich gab es dann auch gleich einen Job! Wir sollten auf einer Farm Weintrauben pfluecken. So schnell kanns gehen. Andrej und Body Odor bekamen noch keinen Job; Andrej, weil er seinen Ausweis nicht dabei hatte und Body Odor... wir wissen es nicht genau, vielleicht lag es einfach an seinem unfreundlichen Auftreten.
3 Tage spaeter, am Montag, ging es dann um 5:45 Morgens los zur Arbeit. Wally sammelte alle aus dem Hostel auf, die zu den Farmen in der Umgebung mussten, fuer diesen Service mussten wir allerdings immer 7$ pro Fahrt bezahlen, nicht gerade billig.

Bei Vince's Farm wurden wir 3 dann rausgelassen, wo wir auch von Vince, dem Farmer in Empfang genommen wurden. Er uebergab uns unsere Arbeitsscheren und zeigte uns, wie wir die Trauben ernten sollten. Dann bekamen wir je zu 2. eine Reihe und fingen an die 10 Kilo Boxen zu fuellen. Pro Box bekamen wir 1,60$. Das fanden wir erstmal ok, denn wir dachten die Boxen wuerden sich recht schnell fuellen. Fehlanzeige. An unserem ersten Tag hatten Fabian und ich nichtmal zusammen mehr als 30 Boxen, was verschiedene Gruende hatte: zum einen war es unser erster Tag undwir waren noch entsprechend langsam. Ausserdem war es gerade an dem Tag 52 Grad in der Sonne, was uns langsamer machte und Vince veranlasste, uns nach 4 Stunden wieder nach Hause zu schicken.


Zu guter Letzt hatte Vince einen Hund (wir tauften ihn Andrej ;-) ), dessen Job es war, uns zu animieren, ihm sein Stoeckchen zu werfen. Dabei stellte er sich echt geschickt an: wenn wir nicht reagierten, legte er die Stoecke immer in die Boxen rein, sodass wir es wegwerfen mussten.

Die naechsten Tage liefen dann nicht viel besser, ausser, dass wir an einem Tag mal das PS starke Quad vom Farmer ausprobieren durften. Selbst wenn ich nur 100$ in 4 Tagen Arbeit verdient hatte, fuer das Quadfahren hatte sich das schon wieder gelohnt ;-)




Andrej (der Mensch-Andrej) hatte da aber etwas mehr Glueck: Als wir mal abends mit dem Einkaufswagen durch Mildura fuhren, wurden wir von der Dorfjugend angesprochen. Es dauerte nicht lang, da kaufte sich Andrej von dem einen Gras und als wir schon fast weiter gehen wollten, wurde er von einem anderen angesprochen, ob er bei seinem Vater nicht auf der Farm helfen wollte, die braeuchten da noch jemanden. Wie sagt man doch so schoen: "Das Glueck ist mit die Doofen" ;-)


Nachdem wir bei Vince aufgehoert hatten, waren wir erstmal wieder eine Woche Arbeitslos. In der Zwischenzeit wurde die Englaenderin mit ein paar anderen aus dem Hostel von der Polizei aus dem Hostel geschmissen, weil sie bis morgens im Hostel Party gemacht hatten und dann auf die Idee kamen, den ganzen Flur zu fluten. Als Wally sie dann aus dem Hostel werfen wollteeskalierte die Lage und Wally musste die Polizei rufen.
Die Englaenderin wurde dann kurz darauf von einem umgaenglicheren Italiener ersetzt und in das letzte leere Bett ueber Fabian zog ein Chinese ein (Danny-O, wenn wir ihn richtig verstanden hatten, aber er sprach immer so undeutlich). Danny-O war uns sofort sehr suspekt. Er war extrem nervoes und befingerte immer alles und das selbst im Schlaf: er waelzte sich immer herum, mehrmals in der Minute und tippte andauernd mit den Fingernaegeln gegen das Metallgestell vom Bett. Wenn er dann richtig eingeschlafen war fing er auch noch an pausenlos zu reden, in welcher Sprache wissen wir bis heute nicht.
Ausserdem hatte er grosse Brandwunden an den Armen und er sagte nur so viel dazu, dass er sich die selber mit einem heissen Messer zugefuegt hatte, weil das sein "personal Style" sei.
Nach 2 schlaflosen Naechten fuer Fabian gab ich mein Einzelbett auf und tauschte mit Danny-O, sodass er in dem Einzelbett wenigstens niemanden mit seinen naechtlichen "Turnuebungen" wachhalten konnte.

Nach ein paar Tagen gewoehnten wir uns aber ein wenig an ihn (oder wir waren bereits zu lange der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, sodass uns einfach alles egal war). Es gab nur noch einen Zwischenfall, als wir in unser Zimmer kamen und Danny-O ploetzlich in meinen Shorts da sass. Als ich ihn fragte warum er meine Hose anhaette, sagte er nur, die waere ploetzlich in seiner Tasche gewesen, also haette er gedacht, er koennte die anziehen. Wir waren erst etwas aufgebracht, weil wir keinen Kleptomanen im Zimmer haben wollten, aber eine halbe Woche spaeter war Danny-O eh wieder auf dem Weg zurueck nach Melbourne zu seinem Psychotherapeuten (und nichts fehlte).
Aber es gab noch mehr ungewoehnlich Leute im Hostel: Der Cleaner zum Beispiel. Man konnte ihm den Schaden schon etwas ansehen: immer zerzauste Haare, spindelduerr, eine seltsame Brille und ein Hemd, das am Ruecken einen riesigen Riss hatte.

An sich hatten wir mit ihm erst gar keine Probleme, bis er dann irgendwann einmal Bierdosen in unserem Zimmer fand, Alkohol ist auf den Zimmern naemlich eigentlich verboten. Das meiste davon hatten wir nichtmal im Zimmer getrunken, aber er sah das als Anlass, total auszuflippen, und uns regelmaessig aufzulauern und uns anzuschreien: "Did you drink the beer in the room!?". Wenn wir uns mit einer Erklaerung versuchten, dass wir es draussen getrunken hatten, ernteten wir nur ein "Bullshit!!". Und das ganze manchmal mehrmals am Tag. Wally machte dem Ganzen dann irgendwann ein Ende, indem er dem Cleaner sagte, dass wir das Bier nicht im Raum getrunken haetten, da war endlich Ruhe.

Nachdem wir uns dann eine Woche mit Danny-Os, Cleanern und anderen schraegen Voegeln rumgeschlagen hatten, gab es endlich wieder Arbeit fuer uns: wir sollten fuer Dean den Wein mit Schutzfolie gegen die Sonne ueberdecken. Das war schon eine Bessere Arbeit fuer uns, denn mit 1,90m (Fabian ist sogar 1,96) ist es angenehmer ueber dem Wein zu arbeiten und gerade stehen zu koennen, als den ganzen Tag unter den Weinstoecken durchkriechen zu muessen. Leider mussten wir bald feststellen, dass Dean wohl besser in einer Kaserne aufgehobe waere: bei mehr als 45 Grad sah er es nicht gerne, wenn wir Pause machten, schrie uns immer wieder an, schneller zu arbeiten, und als irgendwann kein Wasser mehr hatte, gab er mir von seinem Wasser etwas und sagte mir, je schneller ich arbeiten wuerde, desto schneller koennte ich auch nach Hause, um was zu trinken. Es war aber im Prinzip nur der erste Tag so schlimm, die naechsten beiden Tage hatte ich genug Wasser dabei und auch Dean hatte sich wohl etwas beruhigt. Insgesamt hatte ich 3 Tage bei ihm gearbeitet, fuer sie ersten 2 bekam ich 120$, was ok war, da wir am ersten Tag nicht so lang gearbeitet hatten, und fuer den 3. bekam ich 17$. Sagen konnte ich dagegen nichts mehr, weil ich, als das Geld kam schon gar nicht mehr in Mildura war.




Fortsetzung folgt

Sonntag, 3. Januar 2010

Happy New Year

Etwas verspaetet wuensche ich euch allen ein frohes neues Jahr!
Ich hoffe ihr habt alle schoen gefeiert und seid gut in das neue Jahr gerutscht ;-)
Ich hab mir in Sydney natuerlich das Feuerwerk an der Harbour Bridge nicht entgehen lassen, auch wenn ich dafuer schon um halb 11 morgens losziehen musste, um noch einen guten Blick zu bekommen. Aber halb so wild, ich habe von Leuten gehoert, die schon um 4 aufgestanden sind, um sich dann viele Stunden am Botanic Garden, einem Park direkt an der Bruecke, anzustellen, um noch einen guten Platz zu bekommen. Wir waren da zwar etwas weiter weg, auf der anderen Seite des Hafens (irgendwo in der Naehe des Taronga Zoo), hatten aber einen tollen Ausblick auf die Skyline von Sydney, das Opera House und natuerlich auf die Harbour Bridge, wo das Feuerwerk stattfinden sollte. Abgesehen davon war in diesem kleinen Park auch kein Alkoholverbot, wie sonst fast ueberall in Sydney, sodass wir um Punkt 0:00 Uhr auf das neue Jahr anstossen konnten (zwar mit Bier anstelle von Sekt, aber das hat auch gut funktioniert).
Das Feuerwerk selber fand ich dann fast ein bisschen enttaeuschend. Es war beeindruckend, keine Frage, aber mit knapp 15 Minuten etwas kurz (wir hatten immerhin 12 Std wartezeit hinter uns) und auch sonst finde ich, haette man es irgendwie etwas groesser machen koennen.
Dennoch hat es sich definitiv gelohnt, es war immerhin auch das erste Silvester, bei dem ich mir einen Sonnenbrand geholt habe ;-)

Die letzten Tage hab ich jetzt nicht mehr viel gemacht, zumindest was Sightseeing angeht, das geht auf dauer zu sehr ans Geld, welches mittlerweile auch langsam knapp wird. Stattdessen habe ich mich mal mit Fabian getroffen, den ich zufaelliger glaube ich nicht haette kennen lernen koennen. Jedenfalls will er auch nach Mildura fahren, um dort zu arbeiten (in Sydney selber habe ich mich jetzt gar nicht mehr intensiv nach Arbeit umgeschaut, weil ich jetzt doch lieber weiterreisen moechte). Wir haben uns dann am 3. getroffen, sind in ein Internetcafe gegangen und haben einfach sofort fuer den 5. einen Greyhoundbus gebucht, mit dem wir nach Mildura fahren. Mit dem Bus sind wir dann etwa 20 Std unterwegs, allerdings sind davon 5 Std Zwischenstop in Canberra, der Hauptstadt von Australien - schoen, dann hab ich die also auch mal gesehen ;-).
Mildura liegt knapp 1000km westlich von Sydney, das fand ich schon unglaublich, denn mit einem Blick auf die Landkarte bin ich immernoch unten rechts in der Ecke von Australien, wie soll ich denn dann einmal rum kommen??
Jedenfalls liegt Mildura ziemlich weit im Landesinneren, wo es dem Murray River verdankt, keine staubige Wuestenstadt zu sein, sondern eine gruene Oase. Die Temperaturen werden dadurch allerdings nicht besser, als ich kurz nach der Buchung nach dem Wetter schaute, staunte ich nicht schlecht ueber die vorausgesagten 40-48 Grad. Aber nachdem ich so ueber das Wetter in Sydney geklagt habe, habe ich das wohl nicht anders verdient ;-).
Jetzt geniesse ich den letzten Tag in Sydney bei 20-25 Grad (Wolken, manchmal etwas Regen) und bin gespannt, was mich Uebermorgen in Mildura erwartet.

PS: Ich habe eine neue Handynummer: 0451 547471