Der Titel suggeriert es schon: ich habe es wieder in ein anderes Land geschafft. Diesmal duerfen sich die Laoten gluecklich schaetzen, mich in ihrem schoenen Land berherbergen zu duerfen.
Ich gebe zu, mein letzter Beitrag ist schon etwas her, deshalb mal eine schnelle Zusammenfassung:
Der Besuch im Krankenhaus hat sich als etwas enttaeuschend herausgestellt, da ich dort einfach nichts machen konnte. Nach 2 Tagen wurde es mir dann zu langweilig, den Schwestern bei ihrer Arbeit zuzuschauen (es gab nicht mal Action, als in der Notaufnahme ein Mann starb: die liessen den erstmal 30 min da liegen, bis sich mal jemand fand, der sich um ihn kuemmerte), also brach ich das Ganze ab.
Das hiess fuer mich aber nicht, dass die Zeit in Siem Reap damit um war, denn ich blieb noch ein paar Tage, bzw Naechte, denn das war die Zeit, zu der ich wohl am aktivsten war :P
Es muss wohl der 23. gewesen sein, als ich dann abgereist bin. Diesmal ging es nach Ban Lung, einer Stadt, die in einem der schoensten Landstriche Kambodschas liegen sollte. Hauptattraktion war ein erloschener Vulkan, in dessen Krater sich ein See gebildet hatte, in dem man vorzueglich schwimmen gehen konnte. Es gab nur leider keinen direkten Bus dorthin, also liess ich mir sagen, dass die einfachste Verbindung sei, nach Kampong Cham zu fahren und von dort einen Bus nach Ban Lung zu nehmen - easy.
Als ich in Kampong Cham dann so gegen 12:00 ankam, hiess es aber, der einzige Bus am Tag faehrt um 8:00 morgens...!
Also entschied ich mich, mit 2 Schweizern, die im selben Bus sassen, erstmal nach Kratie zu fahren, was direkt auf dem Weg lag. Dort uebernachteten wir und am naechsten Tag ging es dann weiter nach Ban Lung.
Ban Lung selber war dann ziemlich tote Hose; so tot, dass es nichtmal eine Bank im Ort gab! Da sah ich mit meinen 10$ in der Tasche aber ploetzlich alt aus - sicher um die 80, also ziemlich alt, aber noch nicht tot. Zu meinem Glueck gab es naemlich eine Western Union, eine art Bank, die sich ums Geld versenden kuemmert. Also versuchte ich schnell ein Telefon zu finden, um zu Hause um Hilfe zu betteln. Das war dann die naechste Herausforderung: es gab keine Telefonleitung in dieser Stadt, dh die Hotels der Stadt hatten kein Telefon, von dem aus ich haette anrufen koennen. Ich versuchte mich weiter durchzufragen, mit dem Ergebnis, dass die Einheimischen kein Englisch konnten. Ein paar Gedultsfaeden spaeter wurde ich aber in einem der Millionen Handygeschaefte fuendig: von dort aus konnte ich von einem Handy aus nach Hause anrufen. Nicht ganz billig, aber besser, als gar nichts.
Nach einigem Hin und Her klappte der Transfer dann und am naechsten Morgen konnte ich das dringend benoetigte Geld abholen (fettes Danke nach Hause!!).
Die Zwischenzeit verbrachte ich dann damit, mich durch die absonderliche Kueche der Khmer zu fressen (Heuschfrecken, ganze Froesche, Kaefer... Highlight: Entenei mit halbfertigem Embyro drin. Fotos gibts auf Nachfrage, ich will ja niemanden vergraulen hier ;-) ).
Am 2. Morgen konnte ich dann eine Tagestour mit den Schweizern zusammen machen. Ziele waren ein paar schoene Wasserfaelle, unter denen man duschen oder schwimmen konnte, ein oder zwei traditionelle Doerfer und eben der Kratersee. Der See war definitiv das Highlight, denn er war zum einen ungewoehnlich klar und zum anderen war der Grund so steil abschuessig, dass man auch von einem kurzen Steg aus die gewagtesten Spruenge probieren konnte.
Der naechste Tag brachte mich dann nach Stung Treng, eine masstabgetreue Kopie von Kratie (oder umgekehrt), von wo aus ich einen Bus ueber die Grenze nehmen konnte. Eigentliches Ziel war Si Phan Don, ein Abschnitt des Mekong, wo es um die 4000 Inseln geben soll. Leider gab es auch dort keine Bank oder einen ATM, also musste ich weiter bis nach Pakse fahren. Ueber die Grenze zu kommen war diesmal sehr einfach. Ich wusste nicht genau, was auf mich zu kommen wuerde, weil es kein offizieller Uebergang war. Geruechte besagten, dass es dort Visas on arrival gab, andere sagten, man muesse es vorher in Phnom Penh in der Botschaft beantragen. Ich rief also sicherheitshalber in der Botschaft an und die Dame bestaetigte mir das Visa on arrival, allerdings hatte ich ein wenig das Gefuehl, dass sie nicht ganz genau verstand, wovon ich sprach...
Also marschierte ich mit all den Leuten, die ihr Visum schon in der Tasche hatten zum Grenzuebergang und tatsaechlich bekam ich dann dort mein Visum ausgestellt! Das dauerte etwa 10 min und kostete mich 30 US$. Die anderen hatten in der Botschaft 35-40$ gezahlt und etwa 6 std warten muessen - gewusst wie ;-).
Es folgte dan eine sehr holperige Strasse (holpern bedeutet hier, dass man bei Schrittgeschwindigkeit von einer Seite auf die Andere im Bus geschleudert wurde), was einen verkaterten Briten dazu veranlasste, sich auf eine etwas unaesthetische Weise von seinem Fruehstueck zu verabschieden.
Aber wie alle Reisen, war auch diese irgendwann vorbei und ich stand in Pakse. Ich holte mein Geld und beschloss, dass wieder Zurueckfahren bloedsinnig sei, denn Reisezeit und Geldbeutel sind leider mittlerweile nicht mehr so begeistert von dem, was ich hier mache.
Also buchte ich Kurzerhand einen Anschlussbus nach Vientiane, der gigantischen Hauptstadt von Laos (mit 210.000 Einwohnern kleiner als Aachen). Dieser Nachtbus war an sich relativ komfortabel, allerdings waren die Betten mit 1,70m nicht ganz auf meine Groesse geschneidert. Zuerst konnte ich die uebrigen 20 cm auf den Rest des kleinen Doppelbettes verteilen, dann aber die 2. Ueberraschung: mir wurde einfach ein 2. Typ ins Bett gebucht! Und nicht nur das, es war der Kater-Brite! Aber er fuehlte sich wieder gut, die Strassen waren besser und nach etwa einer Stunde Fahrt waren immernoch viele Betten frei, sodass er sich einfach ein eigenes nahm. Warum wir bei so vielen freien Betten eines zusammen bekommen hatten, war uns ein Raetsel, wer weiss, was die Laoten da versucht haben?
Nach einer ziemlich kuehlen Nacht wachte ich trotz Wolldecke mit einer kleinen Unterkuehlung auf und fand mich in Vientiane wieder. In den 13 km entfernten Stadtkern kamen wir dann mit einem Umgebauten LKW, auf dessen Ladeflaeche Sitzbaenke angebracht waren.
Nach einer 20 min Fahrt erreichte ich dann das Stadtzentrum und fand auch bald ein Hotel mit Internet - fuer mich ein wahnsinniger Luxus :D.
Jetzt heisst es aber, die Stadt erkunden, mal gucken, wo ich dann das naechste mal Internet finden kann ;-)
Bis dann
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Freitag, 15. Oktober 2010
Live rolls on
Und ich mache das auch. Diesmal rollte ich nach Siem Riep, nachdem ich mir die aeusserst beeidruckende Silberpagode im Koenigspalast angeschaut hatte (Fotos waren nicht erlaubt - aetsch!). In Siem Riep gibt es nichts zu sehen, abgesehen von den millionen Maerkten und Bars, ist halt eine dieser Staedte, die vom Extremtourismus lebt. Touris sind deshalb so viele da, weil gleich nebenan Ankor Wat liegt, eine Tempelanlage, die wohl den meisten bekannt sein sollte ;).
Dort hinzufahren war wieder mal ein aeusserst spontaner Einfall, den ich etwa um 13:00 faellte, weshalb ich den Bus um 13:30 nicht mehr buchen konnte. Ich musste also ein wenig draufzahlen, um einen "VIP"-Bus am spaeteren Nachmittag zu nehmen. Ich sollte etwa um 16:30 abgeholt werden, den Bus nehmen und wuerde dann von der Haltestelle kostenlos zu einem Partnerhotel gefahren werden. Klingt soweit ganz gut und tatsaechlich etwas nach VIP.
Wie es dann aber kam:
Um etwa 17:00 fragte ich, wann ich denn endlich abgeholt werden wuerde, nachdem ich die ganze Zeit im Restaurant an der Rezeption gesessen und gewartet hatte.
Als Antwort erhielt ich eine Tirade von Entschuldigungen, es sei so viel los und da sei wohl was schiefgelaufen. Also wurde ich auf den 18:30-Bus umgebucht, was dann fuer mich bedeutete, dass ich irgendwann zwischen 1:00 und 2:00 Nachts in einer fremden Stadt ankommen wuerde.
Immerhin wurde mir versprochen, dass auch das andere Hotel informiert wuerde, sodass nach wie vor abgeholt werden wuerde.
Als es dann soweit war, wurde ich von einem Tuk-Tuk abgeholt. Es regnete mittlerweile in Stroemen, was hiess, dass ich allein auf dem Weg von 5 Metern zwischen hotel und Tuk-Tuk relativ nass wurde.
An der Bushaltestelle angekommen, wurde mir erst gesagt, ich solle warten. Mein Ticket wurde mir dann auch kurzerhand abgenommen und ich bekam ein anderes dafuer, was weiss ich schon, warum.
Dann wurde mir ploetzlich sehr gehetzt gesagt, dass der Bus da sei und ich wurde um das Haus rumgefahren.
Dort standen mehrere Busse und als ich fragte, welcher meiner war, wurde nur unbestimmt in die Richtung von 2 parkenden Bussen gezeigt.
Ich lief da also hin (stroemender Regen nach wie vor) und fand heraus, dass der Bus, der gerade zum Ausparken ansetzte meiner war.
Ich wartete also, bis der fertig war und wollte gerade zum Kofferraum gehen, als der Bus einfach losfuhr.
Also lief ich wieder zurueck zu dem was ich mal Schlater nennen will, und fragte, was da los war. Ich wurde also auf ein Motorrad aufgeladen, und nach etwa 5 Minuten fanden wir den parkenden Bus am Strassenrand. Ich wurde letztlich dann doch reingelassen und ich durfte mir sogar einen Sitz aussuchen - hurra...
VIP bedeutet jetzt uebrigens, dass man die Sitze weit zurueckkippen kann und ich sogar Raum fuer meine Beine hatte. Es bedeutete nicht, dass der Bus wasserdicht oder die Sitze etwa bequehm waren!
Da ich auch vom Motorradfahren durch den Regen noch nass war, hatte ich also eine feuchtwarme 6-Stunden-Fahrt vor mir.
Etwa um 1:30 kamen wir dann an und natuerlich wurde ich nicht von einem freundlichen Fahrer empfangen, der mich gleich in ein Hotel bringen konnte. Selbst nach einer halben Stunde kam niemand, und so liess ich mich dann von einem anderen Tuk-Tuk-Fahrer, in ein anderes Hotel fahren.
Ueberraschenderweise hatte das Hotel dann sehr ueberzeugende Preise, "Betten" in einem Gemeinschafts-"Raum" gab es schon ab 1 US$ pro Nacht, aber ich entschied mich dann fuer einen eigenen Raum fuer 3$.
Eigentlich dachte ich mir, dass ich etwa 2 oder 3 Tage bleiben wuerde, mir die Tempel anschaue und dann weiterfahre. Es ergab sich dann allerdings, dass ich die Tage damit verbrachte, durch die Stadt zu ziehen, die Flut zu bestaunen (der Fluss ging mittlerweile ueber die gesamte Hauptkreuzung) und mit den Arbeitern aus dem Guesthouse Volleyball zu spielen.
Nach etwa 5 Tagen, also heute rappelte ich mich dann auf und besuchte die Weltberuehmten Tempel (fuer horrende 26$) und heut Abend werden wir gebuehrend meinen Geburtstag feiern (dafuer bin ich jedenfalls in der richtigen Stadt ;-) ).
Kleine Ueberraschung: morgen fange ich an, etwa fuer eine Woche freiwillig in einem Krankenhaus zu arbeiten. Was ich da machen werde, weiss ich noch nicht, ich lass mich da ueberraschen. Wie es dazu kam? Kann ich euch nicht sagen, mir kam halt die Idee und ich wollte das mal ausprobieren.
Drueckt mir also die Daumen, dass ich niemanden aufschneiden muss, ich weiss ja mittlerweile, dass ich mit allem rechnen muss ;-).
Mehr dazu gibts dann spaeter.
Dort hinzufahren war wieder mal ein aeusserst spontaner Einfall, den ich etwa um 13:00 faellte, weshalb ich den Bus um 13:30 nicht mehr buchen konnte. Ich musste also ein wenig draufzahlen, um einen "VIP"-Bus am spaeteren Nachmittag zu nehmen. Ich sollte etwa um 16:30 abgeholt werden, den Bus nehmen und wuerde dann von der Haltestelle kostenlos zu einem Partnerhotel gefahren werden. Klingt soweit ganz gut und tatsaechlich etwas nach VIP.
Wie es dann aber kam:
Um etwa 17:00 fragte ich, wann ich denn endlich abgeholt werden wuerde, nachdem ich die ganze Zeit im Restaurant an der Rezeption gesessen und gewartet hatte.
Als Antwort erhielt ich eine Tirade von Entschuldigungen, es sei so viel los und da sei wohl was schiefgelaufen. Also wurde ich auf den 18:30-Bus umgebucht, was dann fuer mich bedeutete, dass ich irgendwann zwischen 1:00 und 2:00 Nachts in einer fremden Stadt ankommen wuerde.
Immerhin wurde mir versprochen, dass auch das andere Hotel informiert wuerde, sodass nach wie vor abgeholt werden wuerde.
Als es dann soweit war, wurde ich von einem Tuk-Tuk abgeholt. Es regnete mittlerweile in Stroemen, was hiess, dass ich allein auf dem Weg von 5 Metern zwischen hotel und Tuk-Tuk relativ nass wurde.
An der Bushaltestelle angekommen, wurde mir erst gesagt, ich solle warten. Mein Ticket wurde mir dann auch kurzerhand abgenommen und ich bekam ein anderes dafuer, was weiss ich schon, warum.
Dann wurde mir ploetzlich sehr gehetzt gesagt, dass der Bus da sei und ich wurde um das Haus rumgefahren.
Dort standen mehrere Busse und als ich fragte, welcher meiner war, wurde nur unbestimmt in die Richtung von 2 parkenden Bussen gezeigt.
Ich lief da also hin (stroemender Regen nach wie vor) und fand heraus, dass der Bus, der gerade zum Ausparken ansetzte meiner war.
Ich wartete also, bis der fertig war und wollte gerade zum Kofferraum gehen, als der Bus einfach losfuhr.
Also lief ich wieder zurueck zu dem was ich mal Schlater nennen will, und fragte, was da los war. Ich wurde also auf ein Motorrad aufgeladen, und nach etwa 5 Minuten fanden wir den parkenden Bus am Strassenrand. Ich wurde letztlich dann doch reingelassen und ich durfte mir sogar einen Sitz aussuchen - hurra...
VIP bedeutet jetzt uebrigens, dass man die Sitze weit zurueckkippen kann und ich sogar Raum fuer meine Beine hatte. Es bedeutete nicht, dass der Bus wasserdicht oder die Sitze etwa bequehm waren!
Da ich auch vom Motorradfahren durch den Regen noch nass war, hatte ich also eine feuchtwarme 6-Stunden-Fahrt vor mir.
Etwa um 1:30 kamen wir dann an und natuerlich wurde ich nicht von einem freundlichen Fahrer empfangen, der mich gleich in ein Hotel bringen konnte. Selbst nach einer halben Stunde kam niemand, und so liess ich mich dann von einem anderen Tuk-Tuk-Fahrer, in ein anderes Hotel fahren.
Ueberraschenderweise hatte das Hotel dann sehr ueberzeugende Preise, "Betten" in einem Gemeinschafts-"Raum" gab es schon ab 1 US$ pro Nacht, aber ich entschied mich dann fuer einen eigenen Raum fuer 3$.
Kleine Ueberraschung: morgen fange ich an, etwa fuer eine Woche freiwillig in einem Krankenhaus zu arbeiten. Was ich da machen werde, weiss ich noch nicht, ich lass mich da ueberraschen. Wie es dazu kam? Kann ich euch nicht sagen, mir kam halt die Idee und ich wollte das mal ausprobieren.
Drueckt mir also die Daumen, dass ich niemanden aufschneiden muss, ich weiss ja mittlerweile, dass ich mit allem rechnen muss ;-).
Mehr dazu gibts dann spaeter.
Sonntag, 10. Oktober 2010
Erster Post ohne Titel
Ach, dann bequehme ich mich dazu, nochmal etwas zu schreiben.
Ich habe meinen Trip in die Hochebenen von Vietnam soweit heil ueberstanden, auch wenn das nicht unbedingt immer zu erwarten war.
Mein letzter Trip von Kon Tum nach Hoi An war... naja, lang. Gleichzeitig war es aber auch mit Abstand die schoenste Strecke, durch die ich bisher gefahren bin (ich wurde fast sagen allgemein, nicht nur in Vietnam). Auf einem Teil der Strecke musste ich etwa alle 5-10 Minuten anhalten, um Fotos zu schiessen - spaeter fuhr ich dann auch an wunderschoenen Wasserfaellen nur noch vorbei, weil ich sonst gar nicht mehr voran gekommen waere (das war uebrigens auch die Tour, bei der ich von Polizisten angehalten wurde, um mit ihnen ein Bier zu trinken^^)! Insgesamt fuhr ich etwa 11-12 std, bis mich dann wieder die Dunkelheit und ein kraeftiger Monsun ueberraschte.

Ich hatte es nur deshalb nicht geschafft, weil die Strassenfuehrung so seltsam und verwirrend war: ich musste naemlich eigentlich nach Osten vom Highway Richtung Kueste fahren. Stattdessen wurde ich aber erst nach Westen geleitet, wo ich nach 4 km in eine Stadt kam, von der aus ich fast um 180° drehen musste, um eine andere Strasse zu nehmen, die 4km zurueck und dann unter einer Bruecke unter dem Highway durchfuehrte und mich letztlich nach Hoi An bringen sollte. Wer braucht schon Rechtsabbiegerspuren?
Nach fast 12 std Fahrt war ich also schon matschig genug, dass ich das nicht mehr auf die Reihe bekam und so suchte ich Zuflucht in einer Tankstelle, als der Regen mich zu ertraenken versuchte.
Es wollte dann auch einfach nicht weniger werden, also bot mir die Familie, die die Tankstelle fuehrte, an, dort zu uebernachten.
Stellt euch das Ganze so vor: die Tanke hat die ueblichen Zapfsaeulen, man wird aber vom Personal betankt und zahlt das Geld direkt auf die Kralle. Da, wo sonst der Kiosk und die Kasse stehen, ist ein grosser offener Raum (eine Wand zu den Saeulen hin gibt es nicht), in dem 2 "Betten" und ein Sofa mit Tisch stehen.
Ich schlief also mit dem romantischen Blick auf die Zapsaeulen in einem Bett, welches nur mit einer duennen Bastmatte anstelle einer Matratze ausgelegt war (und ich schreibe bewusst nicht "ausgepolstert").
Aber immerhin kam hier kein Regen hin und warm war es eh.
Am naechsten Morgen sah die Welt auch gleich viel besser aus, mit Sonnenschein usw. Auch war der Weg ploetzlich recht einfach zu finden (es ist ein Vorteil, wenn man die Schilder auch sehen kann) und so kam ich wenig spaeter in Hoi An an.
In Hoi An selber gabs dann eigentlich nicht viel zu tun, also verbrachte ich meine Zeit damit, am Strand rumzuhaengen, oder durch die Stadt zu latschen.
Klingt nicht spannend, aber mir gefiel die Stadt einfach so gut, dass ich 3 Tage blieb ;)
Danach gings dann weiter nach Da Nang, der 4. groessten Stadt Vietnams. Ich fand es da aber so langweilig, dass ich mir fuer den naechsten Tag einen Bus zurueck nach Nha Trang nahm. Das war leider nicht ganz billig, weil ich mein Motorrad mitnehmen musste (das hatte ich in Nha Trang ja gemietet und zurueck fahren konnte ich nicht, weil der Weg zu weit war). Immerhin war es ein Bus mit etwas, das als Betten angepriesen wird. Das sind in Wirklichkeit einfach nur sehr weit zurueck gekippte Sitze, aber immerhin ist es moeglich, die meiste Zeit da drin zu schlafen, die Fahrt startete naemlich gegen 8 abends und wir sollten zwischen 5 und 6 morgens ankommen.
Klappte auch soweit und ich erreichte den Strand von Nha Trang gerade puenktlich zum Sonnenaufgang. Weil es im Bus keine Dusche gab, tat ich es den zahlreichen Vietnamesen (das ist definitiv ein Volk der Fruehaufsteher) gleich und sprang kurzerhand mit den ersten Strahlen ins Meer, welches schon erstaunlich warm war.
Nach einem sehr ausgiebigen Bad folgte eine sehr ausgiebige Trocknung in der Sommersonne unter einer Palme (bis mich ein Vietnamese auf die Kokosnuesse aufmerksam machte, die offenbar nicht ganz ungafaehrlich sind).
Als der Start in einen guten Tag erfolgreich abgeschlossen war schwang ich mich wieder aufs Motorrad und fuhr zu dem Hotel, wo ich es geliehen hatte. Weil es noch recht frueh war, lagerte ich dort erstmal nur mein Gepaeck ein und klapperte noch einmal meine Lieblingsstellen der Stadt ab (bzw. Lieblingsrestaurants ;) ).
Ich war verbluefft, dass vom Tag immernoch so viel uebrig war und da beschloss ich, einmal die nahegelegenen heissen Quellen zu besuchen. Da gabs dann nochmal die volle Droehnung Enspannung mit Schlamm-/Heisswasserbad, Mineraldusche usw.
Als ich dann zum Hotel zurueck kam, war ich so ausgeglichen, dass es mich nicht im geringsten stoerte, als ein ploetzlicher und ungewoehnlich heftiger Monsun das Dach des Hotels einriss und alles unter Wasser setzte (im betroffenen Raum stand das Wasser etwa bis zu den Knien und das entlud sich zu einem Grossteil ueber die Treppe in die Rezeption, wo ich wartete). Es machte mich nur etwas nervoes, als das Gewitter gleich ueber uns war und die Blitze nicht sehr weit entfernt. Ich wollte nicht unbedingt dort im Wasser stehen, wenn ein Blitz einschlug! Es passierte aber nichts weiter, war ja auch schon schlimm genug.
Mit etwa 1 Std Verspaetung kam dann mein Bus nach Saigon und ich hatte wieder eine dieser komfortablen Uebernachtungen vor mir.
Von Saigon aus buchte ich mir am naechsten Morgen dann auch gleich im Anschluss einen Bus nach Phnom Penh in Cambodia und das bereuhe ich ein wenig. Zumindest einen Tag Pause haette ich mir das schon goennen koennen: wundert mich nicht, dass ich nach dem Grenzuebergang erst in einen falschen Bus einstieg, nur weil der auch weiss war ;)
In Phnom Penh wurde ich dann gleich von einem Tuk-Tuk-Fahrer aufgeladen (Tuk-Tuks sind quasi Mofas mit Kutschen hinten dran - manche sind da sehr professinell umgebaut, es gibt aber auch welche nach der "Tesafilm-Methode"), der mich zu einem guenstigen Hotel bringen konnte.
Anschliessend verbrachte ich den Tag wieder mal mit Sightseeing und am naechsten Tag probierte ich mal die empfohlene Massage von blinden Masseuren aus. Und das war wirklich gut und mit etwa 3€ fuer eine Stunde auch gerade noch bezahlbar ;)
Anschliessend war ich leider nur so entspannt, dass ich die Oeffnungszeit der beruehmten Silberpagode im Koenigspalast verpasste. Naja, das wird halt morgen gemacht, bevor ich wieder weiter fahre.
Wohin? Mensch, das ist noch ein Tag hin, da will ich mich doch nicht so festlegen!! :D
Ich habe meinen Trip in die Hochebenen von Vietnam soweit heil ueberstanden, auch wenn das nicht unbedingt immer zu erwarten war.
| Der Highway am Anfang |
| Reisfelder |
| Wasserbueffel in einem Teich |
| Einer von 1Mio Wasserfaellen |
| Meine Sicht beim Fahren |
Ich hatte es nur deshalb nicht geschafft, weil die Strassenfuehrung so seltsam und verwirrend war: ich musste naemlich eigentlich nach Osten vom Highway Richtung Kueste fahren. Stattdessen wurde ich aber erst nach Westen geleitet, wo ich nach 4 km in eine Stadt kam, von der aus ich fast um 180° drehen musste, um eine andere Strasse zu nehmen, die 4km zurueck und dann unter einer Bruecke unter dem Highway durchfuehrte und mich letztlich nach Hoi An bringen sollte. Wer braucht schon Rechtsabbiegerspuren?
Nach fast 12 std Fahrt war ich also schon matschig genug, dass ich das nicht mehr auf die Reihe bekam und so suchte ich Zuflucht in einer Tankstelle, als der Regen mich zu ertraenken versuchte.
Es wollte dann auch einfach nicht weniger werden, also bot mir die Familie, die die Tankstelle fuehrte, an, dort zu uebernachten.
Stellt euch das Ganze so vor: die Tanke hat die ueblichen Zapfsaeulen, man wird aber vom Personal betankt und zahlt das Geld direkt auf die Kralle. Da, wo sonst der Kiosk und die Kasse stehen, ist ein grosser offener Raum (eine Wand zu den Saeulen hin gibt es nicht), in dem 2 "Betten" und ein Sofa mit Tisch stehen.
Ich schlief also mit dem romantischen Blick auf die Zapsaeulen in einem Bett, welches nur mit einer duennen Bastmatte anstelle einer Matratze ausgelegt war (und ich schreibe bewusst nicht "ausgepolstert").
Aber immerhin kam hier kein Regen hin und warm war es eh.
Am naechsten Morgen sah die Welt auch gleich viel besser aus, mit Sonnenschein usw. Auch war der Weg ploetzlich recht einfach zu finden (es ist ein Vorteil, wenn man die Schilder auch sehen kann) und so kam ich wenig spaeter in Hoi An an.
In Hoi An selber gabs dann eigentlich nicht viel zu tun, also verbrachte ich meine Zeit damit, am Strand rumzuhaengen, oder durch die Stadt zu latschen.
Klingt nicht spannend, aber mir gefiel die Stadt einfach so gut, dass ich 3 Tage blieb ;)
Danach gings dann weiter nach Da Nang, der 4. groessten Stadt Vietnams. Ich fand es da aber so langweilig, dass ich mir fuer den naechsten Tag einen Bus zurueck nach Nha Trang nahm. Das war leider nicht ganz billig, weil ich mein Motorrad mitnehmen musste (das hatte ich in Nha Trang ja gemietet und zurueck fahren konnte ich nicht, weil der Weg zu weit war). Immerhin war es ein Bus mit etwas, das als Betten angepriesen wird. Das sind in Wirklichkeit einfach nur sehr weit zurueck gekippte Sitze, aber immerhin ist es moeglich, die meiste Zeit da drin zu schlafen, die Fahrt startete naemlich gegen 8 abends und wir sollten zwischen 5 und 6 morgens ankommen.
Klappte auch soweit und ich erreichte den Strand von Nha Trang gerade puenktlich zum Sonnenaufgang. Weil es im Bus keine Dusche gab, tat ich es den zahlreichen Vietnamesen (das ist definitiv ein Volk der Fruehaufsteher) gleich und sprang kurzerhand mit den ersten Strahlen ins Meer, welches schon erstaunlich warm war.
Nach einem sehr ausgiebigen Bad folgte eine sehr ausgiebige Trocknung in der Sommersonne unter einer Palme (bis mich ein Vietnamese auf die Kokosnuesse aufmerksam machte, die offenbar nicht ganz ungafaehrlich sind).
Als der Start in einen guten Tag erfolgreich abgeschlossen war schwang ich mich wieder aufs Motorrad und fuhr zu dem Hotel, wo ich es geliehen hatte. Weil es noch recht frueh war, lagerte ich dort erstmal nur mein Gepaeck ein und klapperte noch einmal meine Lieblingsstellen der Stadt ab (bzw. Lieblingsrestaurants ;) ).
Ich war verbluefft, dass vom Tag immernoch so viel uebrig war und da beschloss ich, einmal die nahegelegenen heissen Quellen zu besuchen. Da gabs dann nochmal die volle Droehnung Enspannung mit Schlamm-/Heisswasserbad, Mineraldusche usw.
Als ich dann zum Hotel zurueck kam, war ich so ausgeglichen, dass es mich nicht im geringsten stoerte, als ein ploetzlicher und ungewoehnlich heftiger Monsun das Dach des Hotels einriss und alles unter Wasser setzte (im betroffenen Raum stand das Wasser etwa bis zu den Knien und das entlud sich zu einem Grossteil ueber die Treppe in die Rezeption, wo ich wartete). Es machte mich nur etwas nervoes, als das Gewitter gleich ueber uns war und die Blitze nicht sehr weit entfernt. Ich wollte nicht unbedingt dort im Wasser stehen, wenn ein Blitz einschlug! Es passierte aber nichts weiter, war ja auch schon schlimm genug.
Mit etwa 1 Std Verspaetung kam dann mein Bus nach Saigon und ich hatte wieder eine dieser komfortablen Uebernachtungen vor mir.
Von Saigon aus buchte ich mir am naechsten Morgen dann auch gleich im Anschluss einen Bus nach Phnom Penh in Cambodia und das bereuhe ich ein wenig. Zumindest einen Tag Pause haette ich mir das schon goennen koennen: wundert mich nicht, dass ich nach dem Grenzuebergang erst in einen falschen Bus einstieg, nur weil der auch weiss war ;)
In Phnom Penh wurde ich dann gleich von einem Tuk-Tuk-Fahrer aufgeladen (Tuk-Tuks sind quasi Mofas mit Kutschen hinten dran - manche sind da sehr professinell umgebaut, es gibt aber auch welche nach der "Tesafilm-Methode"), der mich zu einem guenstigen Hotel bringen konnte.
Anschliessend verbrachte ich den Tag wieder mal mit Sightseeing und am naechsten Tag probierte ich mal die empfohlene Massage von blinden Masseuren aus. Und das war wirklich gut und mit etwa 3€ fuer eine Stunde auch gerade noch bezahlbar ;)
Anschliessend war ich leider nur so entspannt, dass ich die Oeffnungszeit der beruehmten Silberpagode im Koenigspalast verpasste. Naja, das wird halt morgen gemacht, bevor ich wieder weiter fahre.
Wohin? Mensch, das ist noch ein Tag hin, da will ich mich doch nicht so festlegen!! :D
Samstag, 2. Oktober 2010
StVO auf Vietnamesisch
Ich bin jetzt schon eine ganze Weile mit dem Motorrad auf Vietnams Strassen unterwegs und ich dachte mir, ich schreibe mal einfach die hier geltenden Verkehrsregeln auf:
Wie so vieles, ist naemlich auch das Gesetz auf der Strasse ein etwas anderes, als in Deutschland.
Fangen wir mit dem Wichtigsten an:
Meistens ist Rechtsverkehr. Das bedeutet, dass gerade in der Naehe von Ausfahrten, Kreuzungen oder am Anfang/Ende von Einbahnstrassen Gegenverkehr auf der eigenen Spur gerechnet werden muss.
Der Buergersteig hat riesig zu sein, wo sonst sollten all die Mofas parken oder Strassenkuechen stehen? Fussgaenger werden gebeten, die Strasse zu benutzen.
Moechte ein Fussgaenger die Strasse ueberquehren, so ist ihm das ueberall, jederzeit und in jeder Verkehrssituation erlaubt. Aufmerksamkeit ist allerdings geboten, wenn sich Autos/Busse/LKW naehern, ihnen muss Vorfahrt gewaehrt werden. Aber dieses wird man dann anhand der Hupe erkennen.
Vorfahrt wird nach dem Gewicht des Fahrzeuges entschieden: je schwerer das Fahrzeug, desto hoehere Prioritaet in der Vorfahrt. Fuer weitere Details siehe Absatz "Hupe".
Ampeln sind eine empfohlene Richtlinie, um den Verkehr uebersichtlicher zu gestalten. Verkehrspolizisten sind im Uebrigen nicht autorisiert, Strafzettel auszustellen, duerfen daher ignoriert werden.
Gruenpfeil gilt immer an jeder Kreuzung.
Dunkelheit ist kein Grund, Lichter einzuschalten. Licht zu reinen Dekorationszwecken ist erlaubt, daher sind grell blinkende Bremslichter zB nicht selten (auch manche Blinker sind abenteuerlich). Grosse Fahrzeuge brauchen bei naechtlichem Gegenverkehr nicht abzublenden.
Hupe:
Im Normalgebrauch bedeutet
1xHupen: -
2xHupen: eigentlich nicht so wichtig
3xHupen: Schenk mir Aufmerksamkeit/Achtung
4xHupen: Guck, wie ich fahre. Ich habe weder vor zu bremsen, noch zu lenken!
5+xHupen: Ich bin schnell und du auf meiner Bahn, weg da!
Spezialfaelle:
Kreuzung: Ich habe Vorfahrt (wer als erster hupt, darf fahren).
Lautstarke/Tonhoehe der Hupe:
Je tiefer/lauter die Hupe, desto hoeher die "Authoritaet".
Das ist der Grund, warum viele Autos/Busse/LKW ueber unglaublich laute Hupen verfuegen (auch gerne verwendet: 2-Ton-Triller oder Echo-Effekte). Wenn so einer hinter einem hupt, weicht man sehr schnell aus, um einen Hoersturz zu vermeiden.
Uebrigens: Wenn LKW ueberholen wollen, dann machen die das auch. Dazu werden dann die Motorraeder von der Gegenfahrbahn zur Seite gehupt, sodass genug Platz zum Ausscheren ist (es kann vorkommen, dass das Motorrad rechts von der Strasse fahren und anhalten muss, da sonst die Strasse zu eng ist).
Kritische Manoever sind Rueckwaertsfahren und Abbiegen. Gerade groessere Fahrzeuge haben daher meist einen zusaetzlichen akkustischen Blinker (lautes Piepen) und der Rueckwaertsgang wird haeufig von einer Melodie begleitet, um die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer zu erregen.
Ladung:
Die einzigen Gesetze sind hier die physikalischen.
Geschwindigkeit:
Obwohl bereits vereinzelte Geschwindigkeitsschilder gesichtet wurden, gilt hier als Richtlinie die Beschaffenheit der Strasse. Es ist also in den meisten Faellen eine Geschwindigkeit von 40-60 kmh angemessen.
Das ist soweit das Grundgeruest, wenn man das drauf hat, sollte man im Verkehr eigentlich keine Probleme haben ;-)
Wo wir gerade beim Thema Verkehr sind: ich hatte gestern meinen ersten (und hoffentlich letzten) Platten, nachdem ich ueber einen Nagel gefahren bin. Zum Glueck passierte das bei etwa 30-40 kmh, denn nachdem die Luft raus war, fing der Lenker wie verrueckt an zu flattern. Ich schaffte es dann mit Hilfe von Hong, einem aelteren Vietnamesen, der darauf bestand, mich abzuschleppen, wieder zurueck in die Stadt, aus der ich gerade gekommen war, und dort konnte der Schlauch fuer etwa €1,50 ersetzt werden. Dauerte auch nur 10 min :-).
Jetzt bin ich uebrigens gerade in Kon Tum, was wohl auch meine letzte Station im Gebirge sein wird, denn mittlerweile hab ich hier fast Dauerregen. Morgen tu ich mir dann eine 300km Tour an, die mich hoffentlich bis nach Hoi An zurueck an die Kueste bringt. Das ist damit auch die laengste Tour, die ich an einem Stueck machen werde. Ich hoffe, es wird halbwegs ertraeglich, denn je nach dem, wie ich meinen Rucksack verschnuere, ist das Sitzen wegen Platzmangel ziemlich schnell sehr unbequehm.
Und zum Schluss noch ein kleiner Hinweis, falls ihr das nicht schon selber herausgefunden habt:
Ich habe links eine Slideshow eingebaut, wo ihr alle Fotos aus meinem Blog durchblaettern koennt. Wenn ihr eins in gross sehen wollt, einfach draufklicken.
Wie so vieles, ist naemlich auch das Gesetz auf der Strasse ein etwas anderes, als in Deutschland.
Fangen wir mit dem Wichtigsten an:
Meistens ist Rechtsverkehr. Das bedeutet, dass gerade in der Naehe von Ausfahrten, Kreuzungen oder am Anfang/Ende von Einbahnstrassen Gegenverkehr auf der eigenen Spur gerechnet werden muss.
Der Buergersteig hat riesig zu sein, wo sonst sollten all die Mofas parken oder Strassenkuechen stehen? Fussgaenger werden gebeten, die Strasse zu benutzen.
Moechte ein Fussgaenger die Strasse ueberquehren, so ist ihm das ueberall, jederzeit und in jeder Verkehrssituation erlaubt. Aufmerksamkeit ist allerdings geboten, wenn sich Autos/Busse/LKW naehern, ihnen muss Vorfahrt gewaehrt werden. Aber dieses wird man dann anhand der Hupe erkennen.
Vorfahrt wird nach dem Gewicht des Fahrzeuges entschieden: je schwerer das Fahrzeug, desto hoehere Prioritaet in der Vorfahrt. Fuer weitere Details siehe Absatz "Hupe".
Ampeln sind eine empfohlene Richtlinie, um den Verkehr uebersichtlicher zu gestalten. Verkehrspolizisten sind im Uebrigen nicht autorisiert, Strafzettel auszustellen, duerfen daher ignoriert werden.
Gruenpfeil gilt immer an jeder Kreuzung.
Dunkelheit ist kein Grund, Lichter einzuschalten. Licht zu reinen Dekorationszwecken ist erlaubt, daher sind grell blinkende Bremslichter zB nicht selten (auch manche Blinker sind abenteuerlich). Grosse Fahrzeuge brauchen bei naechtlichem Gegenverkehr nicht abzublenden.
Hupe:
Im Normalgebrauch bedeutet
1xHupen: -
2xHupen: eigentlich nicht so wichtig
3xHupen: Schenk mir Aufmerksamkeit/Achtung
4xHupen: Guck, wie ich fahre. Ich habe weder vor zu bremsen, noch zu lenken!
5+xHupen: Ich bin schnell und du auf meiner Bahn, weg da!
Spezialfaelle:
Kreuzung: Ich habe Vorfahrt (wer als erster hupt, darf fahren).
Lautstarke/Tonhoehe der Hupe:
Je tiefer/lauter die Hupe, desto hoeher die "Authoritaet".
Das ist der Grund, warum viele Autos/Busse/LKW ueber unglaublich laute Hupen verfuegen (auch gerne verwendet: 2-Ton-Triller oder Echo-Effekte). Wenn so einer hinter einem hupt, weicht man sehr schnell aus, um einen Hoersturz zu vermeiden.
Uebrigens: Wenn LKW ueberholen wollen, dann machen die das auch. Dazu werden dann die Motorraeder von der Gegenfahrbahn zur Seite gehupt, sodass genug Platz zum Ausscheren ist (es kann vorkommen, dass das Motorrad rechts von der Strasse fahren und anhalten muss, da sonst die Strasse zu eng ist).
Kritische Manoever sind Rueckwaertsfahren und Abbiegen. Gerade groessere Fahrzeuge haben daher meist einen zusaetzlichen akkustischen Blinker (lautes Piepen) und der Rueckwaertsgang wird haeufig von einer Melodie begleitet, um die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer zu erregen.
Ladung:Die einzigen Gesetze sind hier die physikalischen.
Geschwindigkeit:
Obwohl bereits vereinzelte Geschwindigkeitsschilder gesichtet wurden, gilt hier als Richtlinie die Beschaffenheit der Strasse. Es ist also in den meisten Faellen eine Geschwindigkeit von 40-60 kmh angemessen.
Das ist soweit das Grundgeruest, wenn man das drauf hat, sollte man im Verkehr eigentlich keine Probleme haben ;-)
Wo wir gerade beim Thema Verkehr sind: ich hatte gestern meinen ersten (und hoffentlich letzten) Platten, nachdem ich ueber einen Nagel gefahren bin. Zum Glueck passierte das bei etwa 30-40 kmh, denn nachdem die Luft raus war, fing der Lenker wie verrueckt an zu flattern. Ich schaffte es dann mit Hilfe von Hong, einem aelteren Vietnamesen, der darauf bestand, mich abzuschleppen, wieder zurueck in die Stadt, aus der ich gerade gekommen war, und dort konnte der Schlauch fuer etwa €1,50 ersetzt werden. Dauerte auch nur 10 min :-).
Jetzt bin ich uebrigens gerade in Kon Tum, was wohl auch meine letzte Station im Gebirge sein wird, denn mittlerweile hab ich hier fast Dauerregen. Morgen tu ich mir dann eine 300km Tour an, die mich hoffentlich bis nach Hoi An zurueck an die Kueste bringt. Das ist damit auch die laengste Tour, die ich an einem Stueck machen werde. Ich hoffe, es wird halbwegs ertraeglich, denn je nach dem, wie ich meinen Rucksack verschnuere, ist das Sitzen wegen Platzmangel ziemlich schnell sehr unbequehm.
Und zum Schluss noch ein kleiner Hinweis, falls ihr das nicht schon selber herausgefunden habt:
Ich habe links eine Slideshow eingebaut, wo ihr alle Fotos aus meinem Blog durchblaettern koennt. Wenn ihr eins in gross sehen wollt, einfach draufklicken.
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