Unser Plan war, nach Sueden zu fahren und dann irgendwo um Warrnambool an die Kueste zu stossen, um dort dann ueber die populaere Great Ocean Road an der Kueste entlang Richtung Melbourne zu fahren.
Mit laut droehnender Partymusik ging es dann erstmal raus aus der Zivilisation und rein in die Natur. Das klingt jetzt allerdings spannender als es wirklich ist. Links und rechts sah man meistens nur endlose Felder oder Waelder und gerade aus immer nur die selbe staubige Strasse. Verkehr oder (lebende) Tiere gab es auch nicht. Das tat der Stimmung im Auto allerdings keinen
So fuhren wir dann bis wir abends in einem kleinen Dorf ankamen, Hopetoun, wenn ich mich recht erinnere. Es war schon relativ dunkel und wir standen ploetzlich vor der schwierigen Aufgabe, Leute zu finden, denn wir wollten noch nach dem Weg zu einem See fragen, wo wir eigentlich campen wollten: Fabian und ich hatten uns dazu in Mildura ein 2-Mann-Zelt gekauft, 30 $ die sich noch auszahlen sollten, und Tristan und Philipp wollten im Auto schlafen. Irgendwann fanden wir tatsaechlich noch einen Laden, wo auch wirklich noch Leute waren, ein Glueckstreffer, wenn man sich ueberlegt, wie winzig der Ort war. Als wir dann durch eine Nebentuer reingingen, die Haupttuer war schon geschlossen, wurden wir zunaechst von einem ruppigen "What are you after!" begruesst - und die Dame machte auch erstmal keine Anstalten von dem Tisch im Laden aufzustehen und zur Theke zu gehen. Auch der Blick d
Spaeter im Auto tauschten wir dann Storys von verrueckten, Macheten schwingenden Farmern aus, die bevorzugt in kleineren, dunklen Doerfern wohnen und Backpacker ueberfallen, die in Zelten schlafen.
Nachdem wir dann eine Weile durch
Nachdem wir in der Dunkelheit unser Zelt aufgeschlagen hatten, gingen wir erstmal duschen - was fuer eine Wohltat. Danach suchten wir uns einen Grill (quasi eine Metallplatte, die von
Nach einem langen Abend legten wir uns dann schlafen, und versuchten nicht an die Menschen im Dorf zu denken, die sicher schon mit Fackeln und Mistgabeln auf der Suche nach uns waren.
Als wir dann also endlich wieder zum Auto zurueckkamen, verriet uns ein Blick auf die Landkarte, dass wir unseren Plan mit gut 2 Tagen vergessen konnten. Insgesamt wuerden wohl eher 4 daraus, wir wollten ja nicht hetzen.
Der Pink Lake stellte sich dann als ein ausgetrockneter Salzsee heraus, der eine Rosa/Lila Faerbung hatte - Philipp mit seinem gelben T-Shirt und seiner Pinken Sonnenbrille passte da perfekt rein ;-).
Als wir dann irgendwann an einem Kaenguruhschild vorbei kamen, mussten wir beweisen, dass wir gute Touristen waren, und machten ein paar Pflichtfotos:
Danach fuhren wir eine Weile durch den Little Desert National Park, der aber nicht weiter
Aber nach ein bisschen Hin-und-her-fahren fanden wir den Weg dann aber auch so, so konnten wir unser naechstes Etappenziel anpeilen: den Grampians National Park.
Als wir dann weiter fuhren, wurde die Landschaft immer gruener und wir konnten langsam erkennen, dass wir so langsam dem Regenwald etwas naeher kamen. Unsere naechste Unterkunft fanden wir dann in Halls Gap, einem Dorf mit 281 Einwohnern, aber 6000 Schlafplaetzen, sehr touristisch also. Dort gab es einen Campingplatz, wo wir schlafen wollten, allerdings war die einzige Auffahrt durch eine Schranke abgesperrt. Neben dem Platz gab es aber einen kostenlosen Parkplatz, wo auch schon ein paar andere Backpacker ihre Autos zum Uebernachten geparkt hatten, also stellten wir uns gleich dazu. Mit dem Zelt gingen Fabian und ich dann spaeter auf den Campingplatz und suchten uns einen Platz, der fuer diese Nacht frei geblieben war.
Am naechsten Morgen (nachdem ein paar Wallabies an unser Zelt geklopft hatten) ging es nach einer kurzen
Hier mal ein paar Bilder:
Als wir dann weiterfuhren, stellten wir unfreiwillig fest, dass es weniger Straende als erwartet gab (zu grossen Teilen schlaengelte sich die Strasse auch durch Waelder, anstatt nur an der Kueste zu liegen) und Parties fanden auch leider keine statt.
Frueher als erwartet kamen wir dann an den 12 Aposteln vorbei (von denen nur noch 8 stehen - und das wohl auch nicht mehr besonders lange), wo wir auch gleich einen laengeren Stop einlegten, um uns ein wenig wie Touristen zu benehmen.
Den Rummel um die Apostel kann ich allerdings verstehen, denn beeindruckend sind die Felsen schon und vor allem sehen sie genau so aus, wie auf den Fotos. Ich hatte schon fast das Gefuehl, dort schon gewesen zu sein ;-).
Nach den 12 (8) Apostels war unser naechstes Ziel ein Wald mit Riesenbaeumen, durch deren Kronen man in schwindelerregender Hoehe ueber Stege von Baum zu Baum spazieren konnte. In erster Linie waren fuer uns aber die Preise dafuer schwindelerregend, also mussten wir leider ohne Riesenbaeume weiterfahren.
Die Strasse machte etwas spaeter dann einen Schlenker von der Kueste weg und wir wurden in einen Regenwald gefuehrt, der seinem Namen alle Ehre machte, indem er uns den ersten Regen seit etwa einem Monat bescherte (naja, einmal hatte es auch in Mildura geregnet und das heftig, aber da die ganzen uebrigen Tage waren so extrem trocken waren, kann man sagen, dass statistisch gesehen ein einwandfreier Sommer vorlag). Als wir aber mal eine Nebenstrasse entlangfuhren (ich durfte uebrigens fahren - der Linksverkehr ist nur halb so wild) wurden wir dafuer von dem Anblick von ca 7 Koalas belohnt, die ueber der Strasse hingen und schliefen, nichts taten, oder sich von ersterem erholten (den einen taufte ich Gilly).Als wir weiter durch den Regenwald fuhren, hielten wir noch an ein paar Wasserfaellen, die nur ueber einen langen Wanderweg zu erreichen waren - aber da hatten wir uns ja mittlerweile dran gewoehnt.
Um doch noch etwas Strandfeeling zu haben, legten wir uns an den Strand von Lorne (wenn ich mich richtig erinnere, aber tut ja eh kaum was zur Sache, wichtig ist: Strand), der zwar direkt an der Stadt lag und besonders warm war es auch nicht, aber wir nahmen unsere Pflicht, waehrend der Great Ocean Road am Strand zu liegen, sehr ernst.
Am spaeten Nachmittag, wir hatten etwa 2 std dort gelegen/geschlafen, nahmen wir unsere letzte Etappe in Angriff: Melbourne.
Wir fuhren also noch ein paar Stunden, bis wir abends nach Einbruch der Dunkelheit unser Ziel erreichten.
Nach 19 Tagen Wueste und 4 Tagen Wildnis hatte uns die Grossstadt wieder.